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Maifeier auf dem Leinefelder Bahnhofsvorplatz

Kreisvorstand
MdL Katja Mitteldorf

Am 1. Mai 2026 feierte DIE LINKE Eichsfeld ihr traditionelles Maifest auf dem Bahnhofsvorplatz in Leinefelde. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, den Tag der Arbeit gemeinsam zu begehen, politische Impulse aufzunehmen und bei Musik, Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Den politischen Auftakt gestalteten Anna Opfermann, Mitglied des Kreisverbandes DIE LINKE Eichsfeld, sowie die Thüringer Landtagsabgeordnete Katja Mitteldorf. In ihren Redebeiträgen standen die aktuellen Angriffe auf soziale Sicherungssysteme und Arbeitnehmerrechte im Mittelpunkt.

Anna Opfermann erinnerte daran, dass der 1. Mai kein bloßer Feiertag, sondern ein Kampftag der Arbeiterbewegung ist. Sie betonte, dass soziale Rechte wie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, geregelte Arbeitszeiten oder der Kündigungsschutz nicht geschenkt wurden, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger gewerkschaftlicher und politischer Kämpfe sind.

Kritisch setzte sie sich mit aktuellen Forderungen auseinander, die Beschäftigte im Krankheitsfall schlechterstellen würden. Vorschläge wie ein unbezahlter erster Krankheitstag, Kürzungen beim Krankengeld oder eine Schwächung der Lohnfortzahlung seien Angriffe auf die soziale Sicherheit vieler Menschen. Krankheit dürfe nicht zum Armutsrisiko werden, so Opfermann. Gleichzeitig warnte sie vor Bestrebungen, den Acht-Stunden-Tag aufzuweichen und längere Arbeitszeiten unter dem Schlagwort der Flexibilität durchzusetzen. Die Realität in vielen Betrieben sei bereits heute durch Personalmangel, Überstunden und hohe Belastungen geprägt.

Auch Katja Mitteldorf machte deutlich, dass soziale Gerechtigkeit und gute Arbeitsbedingungen keine Selbstverständlichkeit sind. Sie warb für Solidarität, starke Arbeitnehmerrechte und einen handlungsfähigen Sozialstaat, der die Menschen schützt statt sie zusätzlich unter Druck zu setzen.

Die Rednerinnen waren sich einig: Fortschritt bedeutet nicht, immer länger und härter arbeiten zu müssen, sondern mehr Lebensqualität, Sicherheit und Teilhabe für alle Menschen zu schaffen. Die Forderungen nach dem Erhalt des Acht-Stunden-Tages, voller Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und einer Politik gegen Sozialabbau fanden bei den Anwesenden große Zustimmung.

Ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit mit der Gewerkschaftsbewegung setzte auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der mit einem Informationsstand auf dem Fest vertreten war. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die Arbeit der Gewerkschaften auszutauschen und über aktuelle Herausforderungen in der Arbeitswelt ins Gespräch zu kommen.

Neben den politischen Diskussionen kam auch das gesellige Beisammensein nicht zu kurz. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Ronald Gäßlein, der mit seinem Programm für gute Stimmung auf dem Bahnhofsvorplatz sorgte. Bei Thüringer Bratwurst, Kaffee, Kuchen und Getränken wurden viele Gespräche geführt und neue Kontakte geknüpft. Auch die jüngsten Gäste konnten sich über verschiedene Angebote freuen.

Die diesjährige Maifeier hat einmal mehr gezeigt, dass der 1. Mai ein wichtiger Tag des Zusammenhalts und der Solidarität bleibt. DIE LINKE Eichsfeld bedankt sich bei allen Gästen, Helferinnen und Helfern, dem DGB sowie den weiteren Mitwirkenden für die gelungene Veranstaltung.

Hoch die internationale Solidarität!

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