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Landtagskandidatin Marit Wagler für den Wahlkreis I stellt sich vor

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freunde, schon von klein auf habe ich mich für die Natur interessiert. Ich bin auf dem Land auf einem Bauernhof im Erzgebirge aufgewachsen. In unserer Nebenerwerbslandwirtschaft haben wir Weiderinder gehalten und Kartoffeln angebaut. Das Leben mit den Jahreszeiten, pflanzen, pflegen ernten, füttern und ja, auch das Schlachten hat mich nachhaltig geprägt. Den Entschluss, Biologin zu werden, habe ich nie bereut.

Aber eine reine wissenschaftliche Laufbahn hat mir nicht ausgereicht. Ich sehe einen fundamentalen Widerspruch zwischen unendlichem ökonomischen Wachstum und den biologischen Grenzen unserer endlichen Welt. Neben dem Klimawandel sind die stetige Steigerung der globalen Abfallmengen und die geplante Obsoleszenz, also das vom Hersteller geplante vorzeitige Veralten oder Versagen eines Produktes, die größten Umweltsünden unserer Zeit. Dieser Widerspruch hat mich auch 2010 dazu gebracht, in die LINKE einzutreten. Die öffentliche Brandmarkung der Kuh als Klimakiller und die Konzentration auf unsere konventionelle Landwirtschaft geht für mich an den wahren Ursachen vorbei. Die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft bieten die einmalige Möglichkeit, dem Klimawandel durch CO2-Speicherung entgegenzutreten. Verwenden wir Holz als Baustoff, entziehen wir der Atmosphäre dauerhaft CO2. Humus, der organische Bodenanteil, ist der größte CO2-Speicher unserer Erde. Eine weltweite jährliche Erhöhung des Humusanteils in Agrarböden von 4 Promille könnte den Klimawandel abpuffern.

Es tut mir weh, wenn die ländlichen Räume als strukturschwache Regionen abgetan werden. Gerade in den ländlichen Räumen haben wir also die Chance, eine tatsächliche Kreislaufwirtschaft aufzubauen und nachhaltig zu wirtschaften, ohne die Natur zu belasten. In der Gemeinschaft auf dem Land liegt für mich auch die Lösung, wie wir einer Fortschreitung der sozialen Spaltung und der Vereinsamung begegnen können und müssen. Dafür will ich mich einsetzen.

Privat liebe ich das Gärtnern, vor allem den Anbau von allerlei essbaren Pflanzen und Gemüse, kochen, Pilze suchen und Tiere mit Fell. Wenn ich mal die Zeit dafür hätte würde ich auch gerne einmal wieder malen oder mit der Kettensäge Skulpturen schnitzen.